Archiv der Kategorie: Hardware angetestet

Review Aiptek PocketCinema V100 – Teil 1

Der Projektor wird in einem Papp-Karton ausgeliefert, der folgenden Inhalt hat:

  • PocketCinema V100
  • Tasche
  • HDMI-Kabel (Mini HDMI auf HDMI)
  • USB-Kabel (Mini USB auf USB)
  • USB-Adapter (Mini USB auf USB-Buchse)
  • AV-Kabel
  • Bedienungsanleitung
  • Fernbedienung
  • Netzadapter
  • Adapter mit Eurostecker und britischer Stecker

Das Gerät an sich ist tatsächlich nicht viel größer als ein AppleTV. Auf der Oberseite befinden sich die Tasten zur Bedienung des Projektors, sowie ein in einer Vertiefung sitzendes Einstellrädchen für den Fokus. Die Linse ist an der Vorderseite des Gerätes. Sie sitzt in einer Vertiefung und ist somit ganz gut vor Beschädigungen geschützt. Eine Kappe als Staubschutz gibt es jedoch nicht.

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An der Seite befindet sich der An- und Ausschalter und ein Kopfhörer-Ausgang. Der Schalter ist eine kleiner Schiebeschalter, der stramm genug sitzt, um nicht aus Versehen betätigt zu werden, mit dem Fingernagel aber gut bedient werden kann.

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Auf der Rückseite befinden sich alle Anschlüsse. Dies empfinde ich als echten Vorteil, da ich auch Geräte gesehen haben, bei denen die Anschlüsse an allen Seiten verteilt waren. Von links nach rechts sind dort der Eingang für das Netzteil, der USB-Anschluss, der Empfänger für die Fernbedienung, der SD-Karten-Schlitz, der AV-Eingang und der Mini-HDMI-Anschluss zu finden. Der Mini-HDMI-Anschluss dient – entsprechende Adapterkabel vorausgesetzt – auch als VGA- und Komponenten-Eingang.

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Das Gehäuse des Projektors ist aus Kunststoff. Der untere Teil ist in Klavierlack-Optik der obere Teil, in dem die Bedien-Elemente eingelassen sind, ist mit einer Soft-Touch-Oberfläche überzogen. Auf der Unterseite ist ein Stativ-Gewinde eingelassen.

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Wir der Projektor eingeschaltet, dauert es lediglich wenige Sekunden, bis ein Bild erzeugt und an die Wand geworfen wird. Zunächst ist das Aiptek-Logo auf weißem Grund zu sehen, darauf folgt dann das eigentliche Bildschirm-Menü, durch das man sich mit Hilfe der Tasten auf der Oberseite des Gerätes navigieren kann.

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On-Screen-Menü

On-Screen-Menü

Der kleine Lüfter im Gehäuse ist bei stiller Umgebung zu hören, jedoch geht das Säuseln des Lüftern bei Umgebungsgeräuschen schnell unter. Bei stillen Szenen im Film kann man den Lüfter sicherlich wahrnehmen, aber auch nur wenn man sich in dem Moment darauf konzentriert. Wird im laufenden Akku-Betrieb das Netzteil angeschlossen, verändern sich Helligkeit und Lüfter-Drehzahl. Da der Projektor im Netzbetrieb eine Leuchtkraft von 100 ANSI Lumen haben soll (statt der 50 Lumen im Akku-Betrieb), muss der Lüfter auch für mehr Kühlung sorgen.

Die Helligkeit des Beamers sollte mich noch ein wenig beschäftigen. Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass der Beamer, sobald ich ihn an die Steckdose anschließe auch ein doppelt so helles Bild produziert. Die technischen Daten mit 50 Lumen im Akkubetrieb und 100 Lumen im Netzbetrieb haben zumindest bei mir diese Erwartungshaltung geweckt. Als ich nun im laufenden Betrieb den das Netzteil angeschlossen habe, veränderte sich die Bildhelligkeit nur minimal, ja fast überhaupt nicht. Der Lüfter hingegen legte gleich einen schnelleren Gang ein.

Woran liegt das? Meinen Recherchen zu Folge verläuft die Leuchtkraft nicht linear, sondern logarithmisch. Demnach müsste die Lumenzahl wesentlich höher ausfallen, damit das Bild auch doppelt so hell wahrgenommen wird.

PocketCinema V100 im Netzbetrieb mit 100 Lumen

PocketCinema V100 im Netzbetrieb mit 100 Lumen

PocketCinema V100 im Batteriebetrieb mit 50 Lumen

PocketCinema V100 im Batteriebetrieb mit 50 Lumen

Optik und Projektionsfläche

Der minimale Abstand des Beamers zur Projektionsfläche muss mindestens 16 cm betragen. Wäre der Abstand noch geringer, dass lasst sich das Bild nicht mehr scharf stellen. Bei diesem Abstand beträgt die Diagonale des projizierten Bildes winzige 10 cm. Bei einem Abstand von ca. 2,50 m wächst das Bild auf eine Größe von 155 cm in der Diagonalen an. Bei 3,20 m sind es dann schon 200 cm.

Die Optik ist so gestaltet, dass das Bild leicht nach oben versetzt projiziert wird. So ist es z. B. möglich, den Beamer auf den Tisch zu stellen und im Bild ist dann nicht der Schatten der Tischkante zu sehen. Wir der Beamer schräg zur Projektionsfläche platziert, dann ist das Bild ebenfalls verzerrt. Man muss also bei der Platzierung darauf achten, um ein vernünftiges Bild zu erhalten.

Das Bild scharf gestellte Bild ist bei mir nicht bis in die Ecken scharf. Die Schärfe fällt in den Ecken ab – auf der rechten Seite stärker als auf der linken Seite. Auffallend ist dies eher bei den kürzeren Projektionsabständen und bei Standbildern. Im „Normalbetrieb“, beim Anschauen von Filmen kann dies meines Erachtens vernachlässigt werden.

Anschluss iPhone 5

Der Anschluss des iPhone 5 gestaltet sich einfach, vorausgesetzt man hat den nötigen Adapter. Der Lightning Digital AV Adapter von Apple haut mit 50 Euro einziemlich großes Loch in die Kasse, ist aber erforderlich, um das iPhone mit dem HDMI-Kabel am Beamer anschließen zu können.

Apple Lightning Digital AV Adapter

Apple Lightning Digital AV Adapter

iPhone, Adapter, HDMI-Kabel und Beamer verbinden, dann den HDMI-Eingang auswählen und schon wird nach kurzer Zeit der gesamte Bildschirminhalt des iPhone dargestellt.

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Die Anwendung „Bilder“ richtet sich nach der Ausrichtung des iPhones. Wird das Telefon gedreht, wird auch das Bild quasi gedreht und somit größer dargestellt. Die Ausgabe der der Filme über die Anwendung „Videos“ erfolgt grundsätzlich im Querformat. Der Sound wird ebenfalls über HDMI und somit über die Lautsprecher des Beamer ausgegeben.

Sound

Wunder sollte man von den eingebauten Lautsprechern nicht erwarten. Sie klingen blechern und ohne Volumen, Tiefen sind quasi nicht vorhanden. Möchte man vernünftigen Sound, dann bleibt nur der Griff zum Audio-Kabel, um über den Kopfhörer-Ausgang ein anderes Ausgabegerät für den Sound anzuschließen.

Lichtstärke, Farbwiedergabe und Farbtemperatur

Um einen besseren Eindruck von der Lichtstärke des Beamers zu bekommen, habe ich mit einem Sensor zur Profilierung von Displays und nach einer Anleitung im Internet eine Messung des projizierten Bildes vorgenommen (http://www.curtpalme.com/forum/viewtopic.php?t=10457). Bei einer Testbildtafel mit 100% Weiss und völlig verdunkeltem Zimmer konnte ich im Netzbetrieb ca. 20,3 cd/m2 messen. Wird der Stecker gezogen, sind es nur noch 16,3 cd/m2. Dies deckt sich auch bereits mit meinen Recherchen zur Leuchtkraft, dass die doppelte Lumenzahl nicht zu einem doppelt so hellen Bild führt.

i1 Display 2 auf Stativ

i1 Display 2 auf Stativ

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Die Messung selbst wurde mit 10 Testbildtafeln durchgeführt die Schwarz bis Weiß in 10%-Schritten darstellen. Bei der RGB-Kurve kann man sehr schon sehen, dass über den gesamten Bereich das Blau etwas dominiert. Ansonsten ist ist der gesamte Bereich aber sehr ausgewogen.

RGB-Kurve

RGB-Niveau

Auch die Farbtemperatur ist etwas kühler, was wohl der LED-Technik anzulasten ist.

Farbtemperatur

Farbtemperatur

To be continued…

Auswahl eines Pico Projektors

Der Fortschritt der Technik und der Trend der multimedialen Mobilität macht auch vor den Projektoren nicht Halt und bewirkt, dass die Geräte immer leistungsstärker und kleiner werden. Mit Hilfe der LED-Technik, deren Lichtausbeute bei geringem Energieverbrauch immer mehr zunimmt, ist es inzwischen möglich Projektoren zu entwickeln, die in jede Westentasche passen – die sog. Pico Projektoren.

Ich war auf der Suche nach einem solchen Gerät, um einfach mal schnell verschiedene Inhalte an die Wand werfen und mit anderen teilen zu können. Ich wollte bewusst kein Gerät, welches in einer Leistungsklasse spielt, um meinen Fernseher ablösen zu können. Der Projektor ist eher als Gadget zu sehen, der ab und zu mal eingesetzt wird und einen Kompromiss aus Leistungsdaten und Größe darstellt.

Während ich mir einen Überblick über die auf dem Markt verfügbaren Geräte verschaffte, stellten sich schnell ein paar Punkte heraus, auf die ich besonderen Wert legte und die der neue Pico Projektor erfüllen sollte.

Leuchtkraft (ANSI Lumen)

Die Leuchtkraft der Pico Projektoren reicht von sparsamen 15 ANSI Lumen bis ca. 300 ANSI Lumen. Je heller ein Beamer ist, desto weniger muss das Umfeld abgedunkelt werden, um noch ein vernünftiges und kontrastreiches Bild zu erhalten. Die kleineren Geräte in dieser Klasse haben meist bis zu 50 ANSI Lumen, die größeren bis zu 300. Ebenfalls beachten muss man, dass viele Hersteller mit der maximalen Leuchtkraft werben, die das Gerät aber nur erreicht, wenn es an der Steckdose betrieben wird. Ich orientierte mich an einer Leuchtkraft von ca. 100 ANSI Lumen. Hier war auch wieder der Kompromiss zwischen Leistung und Größe/Gewicht entscheidend.

Auflösung

Bei der Auflösung verhält es sich wie bei der Leuchtkraft. Sie reicht von 640×480 Pixel, über 854×480 Pixel, bis hin zu 1200×800 Pixel. Die geringste Auflösung sagte mir nicht zu, da sie das Seitenverhältnis 4:3 aufweist und ich bei meinen zuspielenden Geräten, die meist das 16:9-Format nutzen, Projektionsfläche verschwenden würde. Die Auflösung von 854×480 entspricht einem Seitenverhältnis von 16:9 und somit meinen Anforderungen.

HDMI-Anschluss

Nicht alle Pico Projektoren bieten einen HDMI-Anschluss. Da ich jedoch mein iPhone über einen  entsprechenden Adapter an den Beamer anschließen möchte, war dies ebenfalls eine Grundvoraussetzung für den Projektor.

Darstellung von HD-Material

Wer meint, ein Beamer kann alles darstellen, was man ihm über das Kabel anbietet, so irrt er. Habe ich zum Beispiel einen Film mit einer Auflösung vom 1080p vorliegen, so können das ebenfalls viele Projektoren dieser Klasse nicht darstellen. Damit man das vorhandene Film-Material nicht noch erst umrechnen muss, sollte der Projektor also mit möglichst vielen Auflösungen zurecht kommen. 1080i sollte in meinem Fall das Minimum darstellen.

Batteriebetrieb

Damit der Projektor seiner Rolle als mobiles Abspielgerät vollauf gerecht werden kann, sollte er auf jeden Fall auch einen Akku mitbringen. Ob wechselbar oder fest eingebaut war für mich nicht wichtig. Eine Stunde sollte der Beamer aber schon im Akku-Betrieb schaffen. Ist es mehr, ist es auch nicht schlecht.

Stativ-Gewinde

Da den Beamer dieser Größenordnung meist jegliche Bild-Korrektur-Funktionen fehlen (Ausnahme: AAXA P300) und der Projektor möglichst orthogonal zur Projektionsfläche platziert werden sollte, bietet sich ein Stativ-Gewinde an der Unterseite des Gerätes an, um den Beamer besser im Raum platzieren zu können.

Unter Anbetracht der oben genannten Must-Have-Features kamen Folgende Geräte in meine engere Auswahl:

  1. Brookstone Mini HDMI Projector
  2. Telstar MP50 M
  3. Pico Genie P100
  4. Optoma PK301+
  5. Aiptek PocketCinema V100
  6. AAXA P300

Vergleich technische Daten

Brookstone HDMI Pocket Projector Telstar MP 50 M Pico Genie P100 Optoma PK301+ Aiptek Pocket Cinema V100 AAXA P300
Auflösung (Pixel) 854×480 854×480 854×480 854×480 854×480 1280×800
Seitenverhältnis 16:9 16:9 16:9 16:9 16:9 16:10
Kontrast 1000:1 1000:1 1000:1 3000:1 1000:1 2000:1
LED Lebensdauer 20.000 Stunden 20.000 Stunden 20.000Stunden 20.000 Stunden 20.000 Stunden 15.000 Stunden
Leuchtkraft Netz/Akku (ANSI Lumen) 85/85 85/85 85/85 100/50 100/50 300/160
max. Projektionsdiagonale 60“ 60“ 60“ 150“ 120“ 120“
Fokus manuell manuell manuell manuell manuell manuell
Lautsprecher ja, stereo, 1,0 W ja, stereo, 1,0 W ja, stereo, 1,0 W ja, 0,5 W ja ja, stereo, 1,0 W
Interner Speicher n. v. n. .v. n. v. 55 MB 2 GB n. v.
Bedienelemante 5 Soft-Touch-Tasten 5 Soft-Touch-Tasten 5 Soft-Touch-Tasten 7 Tasten 6 Tasten 8 Tasten
Stativgewinde ja ja ja ja ja ja
Akku integriert, 3800 mAh, 3,7 V, Li-Polymere, wiederaufladbar integriert, 3800 mAh, 3,7 V, Li-Polymere, wiederaufladbar integriert, 3800 mAh, 3,7 V, Li-Polymere, wiederaufladbar wechselbar integriert, 1600 mAh, 7,4 V, LI-Polymere, wiederaufladbar optional
Laufzeit Akku bis zu 120 Minuten bis zu 120 Minuten bis zu 120 Minuten bis zu 90 Minuten bis zu 90 Minuten bis zu 60 Minuten
Maße 99,5 mm x 99 mm x 22,5 mm (L x B x H) 99,5 mm x 99 mm x 22,5 mm (L x B x H) 99,5 mm x 99 mm x 22,5 mm (L x B x H) 120 mm x 70 mm x 30 mm (B x T x H) 106 mm x 104 mm x 32 mm (L x B x H) 125 mm x 80 mm x 25 mm (B x T x H)
Gewicht 220 g 235 g 235 g 208 g 589 g
Kühlung ja ? ? ? aktiv ja
HDMI-In ja ja ja ja (Mini HDMI) ja (Mini HDMI) ja
AV-In nein nein nein ja ja (3,5 mm Klinke) ja
VGA-In nein nein nein ja ja (optionaler Adapter erforderlich) ja
Komponenten-In nein nein nein nein ja (optionaler Adaptererforderlich) nein
USB ja ja ja (nur Ladefunktion für andere Geräte) ja ja ja
Kartenleser nein nein nein microSD (bis 32 GB) SD/SDHC (bis 32 GB) nein
Audio-Out ja (3,5 mm Klinke) ja (3,5 mm Klinke) ja (3,5 mm Klinke ja (3,5 mm Klinke) ja (3,5 mm Klinke) ja (3,5 mm Klinke)
Fernbedienung nein nein nein ja ja ja
Video 1080i720p 1080p720p

Bei den Geräten von Brookstone, Pico Genie und Telstar scheint es sich um baugleiche Geräte zu handeln, die von einem Hersteller für die einzelnen Firmen „gebranded“ wurden. Da auch die Verfügbarkeit dieser Geräte in Deutschland sehr schlecht ist, sind diese dann schlussendlich ausgeschieden.

Das Gerät von AAXA entspricht preislich und auch in Bezug auf Größe und Gewicht nicht unbedingt meinen Vorstellungen. Meine Wahl viel schlussendlich auf das Gerät von Aiptek. Beeinflusst wurde die Entscheidung durch die kurzfristige Verfügbarkeit bei einem großen Versandhändler, gestützt wurde die Entscheidung durch den größeren internen Speicher sowie das Versprechen, dass das Gerät Bildmaterial mit 1080p verarbeiten kann.

Headset Sony DR-BT 21

Aus verschiedenen Bedürfnissen heraus war ich auf der Suche nach einem Headset. Ich wollte es einerseits am Computer in Verbindung mit Skype sowie an der Spielekonsole und mit meinem Handy verwenden. Bei meiner Suche standen die Merkmale „stereo“, „Bluetooth“ und „Nackenbügel“ im Vordergrund und nach einigen Recherchen viel meine Wahl auf das Headset DR-BT 21 von Sony.

Mit im Lieferumfang befindet sich lediglich ein Netzteil zum Laden des Headsets. Da meine Bestellung aus England verschickt wurde, lage dem Paket außerdem noch ein Steckeradapter bei, um das Netzteil in einer hiesigen Steckdose verwenden zu können. Nach etwa 1 1/2 Stunden war das Headset komplett geladen und ich konnte den ersten Einsatz erproben.

Entegen meinem ersten Headset-Versuch von B-Speech (Calypso SP), liegt der Nackenbügen sehr angenehem am Kopf an und drückt an keiner Stelle. Der Bügel wird jeweils links und rechts über das Ohr gehängt, so dass die Lautsprecher vor dem Ohr platziert werden. Da die Bügel etwas oberhalb der Kopfhörer verlaufen, hängen diese bei mir etwas tief. Es beeinträchtigt zwar nicht die Höreigenschaften und ist sicherlich auch von den Ohren abgängig, aber dennoch sollten die Kopfhörer für meinem Geschmack eher mittig vor dem Gehörgang hängen. Da das Headset angenehm stramm am Kopf sitzt kann man den Sitz durch nach oben schieben etwas korrigieren. Der Nackenbügel lässt sich an drei Stellen zusammenklappen, um das Headset etwas taschenfreundlicher zusammenfalten zu können. Ein grundlegender Nachteil der Nackenbügel ist, dass der Kopfhörer etwas verrutschen kann, wenn man den Kop nach hinten neigt, oder man eine Jacke mit hohem Kragen oder einen Rollkragenpullover trägt.

Die Bedienelemente sind alle auf der rechten Seite untergebracht und gut erreichbar. Hinten liegt ein Kipp-Druck-Schalter, der gut mit dem Daumen bedient werden kann und für die Funktionen „Vor“, „Zurück“, „Play“ und „Pause/Stop“ zuständig ist. Oben liegt ein Wipp-Schalter für die Lautstärke und an der Seite befindet sich jeweils ein Druck-Schalter für die Rufannahme und für das An- und Ausschalten des Headsets. Alle Schalter sind funktional, lediglich der Druckpunkt des Schalters für die Rufannahme ist etwas schwammig. Die Übertragung der Steuerbefehle (z.B. Play und Stop) erfolgt etwas verzögert.

Das Verbinden mit meinem Handy, der Sielekonsole und meinem Computer funktionierte jeweils ohne Probleme. Ein langer Druck auf den An-/Ausschalter versetzt das Headset in den Pairing-Modus, so dass eine Verbindung eingerichtet werden kann. Das spätere Verbinden funktioniert auch, wenn es nicht zu überschneidungen der einzelnen Bluetooth-Funkbereiche kommt. So konnte sich das Headset zum Beispiel nicht mit meinem Computer verbinden, da es bereits mit meinem Handy gekoppelt war, welches direkt neben mir auf dem Schreibtisch lag. Erst nachdem ich das Bluetooth am Handy deaktivierte, kam eine entsprechende Verbindung zustande.

Den Klang würde ich in Anbetracht der Lautsprecher-Konstruktion als gut bezeichnen. Aussetzer bei der Übertragung (Handy in der Hostentasche) traten bisher nicht auf und das systembedingte Hintergrundrauschen fällt nur bei leisen Musikpassagen auf. Bei lauten Passagen kann es passieren, dass die Musik etwas verzerrt wiedergegeben wird. Ferner ist mir aufgefallen, dass die Übertragung eines Telefongesprächs deutlich mehr Rauschen aufweist, als bei der Musikübertragung.

Update: Mein neues Autoradio

Ich fahre nun seit etwas einem halben Jahr mit meinem neuen Autoradio durch die Lande und kann mir nun ein umfassendes Urteil über dieses Gerät erlauben.

Das Mikrofon und die Halterung für das iPhone befinden sich immer noch an der gleichen Stelle. Mangelnde Zeit und Bequemlichkeit haben mich bisher davon abgehalten, das Mikrofon sowie den Halter an anderer Stelle zu platzieren.

Ein paar Dinge sind mir aufgefallen, die meiner Meinung nach anders gelöst hätten werden können:

  • Wird das Iphone angeschlossen, so springt das Radio immer ersteinmal auf den USB-Modus, an dem das iPhone hängt, obwohl man es eventuell nur in der Halterung platzieren wollte, um es aufzuladen. Hört man Radio muss mann dann immer erst wieder zurückschalten.
  • Hört man Musik vom iPhone und kommt dann ein Anruf rein, so funktioniert die Titelanzeige und die Steuerung am Radio nicht mehr. Man muss erst das iPhone abstecken und erneut verbinden.
  • Befindet sich das iPhone nicht im Musik-Modus (z.B. Liste der Interpreten) so kann es passieren dass das Anschließen an das Radio mit einem ERROR quittiert wird und die Steuerung sowie die Musikwiedergabe nicht funktioniert. Schaltet man das iphone kurz an, wechselt dann in den Musik-Modus und schließt es dann erneut an das Radio an, dann klappt auch die Musikwiedergabe.
  • Das Multifunktionsrad am Radio lässt sich etwas schwer drücken. Oft passiert es, dann man versehentlich nach links, recht, oben oder unten drückt, aber nicht den Druckpunkt in der Mitte erwischt.
  • Die Qualität des Radioempfangs ist meinem Erachtens mäßig. Trotz Phantomspeisung knackt und rauscht es gelegentlich – selbst bei den starken Sendern. Bei einem original VW-Radio hatte ich das nicht.