Fantec LAN Drive Erfahrungsbericht

LAN Drive

Aufgrund der Tatsache, dass ich zu Hause mit zwei unterschiedlichen Computern arbeite und ich keine Lust hatte, die benötigten Dateien ständig zu synchronisieren, war ich bereits seit längerer Zeit auf der Suche nach einer Möglichkeit, meine Dateien im Netzwerkt verfügbar zu machen, ohne dass einer meiner Computer angeschaltet sein muss. Meine bisherigen Recherchen ergaben, dass ein guter Netzwerkspeicher auch gutes Geld kostet. So ergab es sich bei einem meiner Spaziergänge durch einen Elektronikmarkt, dass ich dieses Festplattengehäuse entdeckte. Zusammen mit einer Festplatte, die ich bereits zu Hause hatte, war der finanzielle Aufwand absolut überschaubar, so dass ich dieses Gerät erwarb, um mich mit dieser Materie auch praktisch auseinenaderzusetzen.

Meine Erwartungen an die Qualität waren aufgrund des gezahlten Preises sichlerlich schon niedrig, aber das Gehäuse schaffte es ohne Weiteres diese noch zu unterbieten. Die Kappen an den Enden des Gehäuses sind aus Kunsstoff, ebenso der Rahmen, in der die Festplatte montiert werden soll. Der Rest des Gehäises ist aus Aluminium, wobei der Teil mit dem Schriftzug sehr massiv ausgearbeitet ist und als passiver Kühlkörper fungiert, indem er mit vier Schrauben an die Oberseite der Festplatte gedrückt wird. Der Lieferumfang ist als komplett zu bezeichnen: Gehäuse, USB-Kabel, Netzwerkkabel, Netzteil, Schrauben, Schraubendreher und Bedienungsanleitung.

Für die Montage der Festplatte muss die hintere Plasikkappe durch Lösen von zwei Schrauben entfernt werden. Anschließend die vier Schrauben auf der Gehäuseseite lösen und das Fach nach vorne herausziehen. Die Festplatte wird in den Rahmen eingelegt und wie gewohnt mit vier Schrauben fixiert. Hierbei zeigte sich jedoch, dass die Materialstärke des Kunsstoffrahmens zu stark ist und die mitgelieferten Schrauben teilweise zu kurz sind, um die Festplatte zu fixieren. Zum Schluss noch Datenkabel und Stromzufuhr anschließen und das Gehäuse in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen.

Die Festplatte kann nun auf zwei Arten verwendet werden – entweder als externe Festplatte, welche mit einem USB-Kabel angeschlossen wird, oder als LAN-Storage, wobei dann das mitgelieferte LAN-Kabel Verwendung findet. Ich habe die Festplatte an einen freien Port meines Routers angeschlossen und konnte sofort durch Eingabe von http://storage/ im Internetbrowser das Konfigurationstool aufrufen. Eine Installation von irgendeiner Software oder Treibern ist in diesem Fall nicht erforderlich. Mittels dem Konfigurationstool können die wichitgsten Einstellungen vorgenommen werden: Vergabe einer festen IP-Adresse, FTP-Server, Idle-Time, Formatierung der Festplatte, Ordner erstellen, Zugriffsrechte verwalten, DHCP-Server. Die Bedienoberfläche des Tools, sowie die Bedienungsanleitung sind nur auf Englisch.

Beim Test, einen Schwung Dateien auf das Laufwerk zu übertragen, stellte sich erneut ernüchterung ein. Ich wählte einen Ordner mit ca. 250 Bildern und einer Gesamtgröße von etwa 1,1 GB und kopierte diesen auf das LAN Drive. Der Kopiervorgang dauerte ca. 7 Minuten. Die zur Verfügung stehende Bandbreite des 100 MBit LAN-Anschlusses wurde nicht ansatzweise ausgenutzt. Im Task-Manager konnte ich eine durchschnittliche Auslastung von etwa. 25% beobachten. Mir war zwar klar, dass der integrierte Samba-Server samt Hardware nicht viel mehr Leisten würde, aber etwas schneller dürfe es dann doch bitte sein.

Fazit: Für diesen Preis halte ich dieses Gehäuse durchaus für jemanden geeignet, welcher gerne von überall auf seine Daten zugreifen möchte. Jedoch sollte die Daten nicht zu groß und reichhaltig sein, da sich sonst die Übertragunsgzeiten sehr schnell verlängern. Qualitätiv sollte man ebenfalls nicht zu viel erwarten. Ich habe für mich entschlossen, das Gerät zurückzugeben und lieber in etwas zu investieren, das etwas mehr Performance bietet.

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