Kessy und GPS (45.868 km)

In der Vergangenheit bemerkte ich schon des Öfteren, dass mit dem Schließsystem „Kess“ etwas nicht stimmt. Schlussendlich deutete das Multifunktionsdisplay mit weißen Lettern auf schwarzem Grund ganz deutlich darauf hin: „Kesse defekt.“ Ich habe kurzerhand den Fehlerspeicher ausgelesen und fand eine Unterbrechung in der Antenne auf der Beifahrerseite. Etwas überrascht war ich dann jedoch, als ich zusätzlich noch einen Kurzschluss nach Masse bei der GPS-Antenne im Fehlerspeicher vorfand.

Ich vereinbarte einen Termin beim Freundlichen und brachte den Wagen zum vereinbarten Termin dort hin. Im laufe des Tages unterrichtete man mich darüber, dass ein neuer Türgriff verbaut und die Antenne getauscht werden müsste. Da der Türgriff jedoch noch lackiert werden müsse, wäre ein neuer Termin zur Montage erforderlich. Ich also hin, mein Auto abgeholt und einen neuen Termin, eine Woche später vereinbart. Eine Woche später wieder zum Freundlichen, um die neuen Teile montieren zu lassen. Diesmal entschloss ich mich jedoch auf das Auto zu warten, da mir ein Kollege sagte, dass es etwa 2 Stunden dauern würde, um Türgriff und Antenne auszutauschen.

Nach etwas drei Stunden kam dann ein Mitarbeiter des Freundlichen zu mir. Aber anstatt mir mitzuteilen, dass mein Auto nun fertig sei, sagte er mir, dass sie beim Einbau der GPS-Antenne den Himmel geknickt hätten und bereits einen neuen bestellt haben. Ich schaute ihn etwas ungläubig an und versicherte mich seiner Ernsthaftigkeit und beschwerte mich, dass es wohl nicht sein kann, dass ich nun ein drittes Mal zu ihnen in die Werkstatt kommen soll. Er versuchte, mich zu beruhigen und sicherte mir zu, dass mein Auto zum Austausch des Himmels geholt und wieder gebracht würde. Sie bastelten dann noch gut eine Stunde an meinem Auto rum und übergaben es mir wieder mit neuem und lackierten Türgriff, einer neuen GPS-Antenne und einem geknickten Himmel. Immerhin, Kessy schien wieder zu funktionieren.

Ich frage mich tatsächlich, wie man es schaffen kann den Himmel zu knicken. Der Werkstattleitfaden gibt vor, dass der Himmel an der Heckklappe gelöst wird und dann von hinten hinein gegriffen werden soll, um die GPS-Anrtenne zu tauschen. Da sind die Kollegen wohl etwas zu forsch vorgegangen. Auf jeden Fall haben Sie sich die denkbar ungünstigste Stelle ausgesucht. Um den Himmel eines Autos zu tauschen, muss so einiges vorher ausgebaut werden. Da wären zum Beispiel: die oberen Verkleidungen der A-, B-, C- und D-Säule, die Handgriffe, die Sonnenblenden, die Lichter, die Bedienung für das Schiebedach und die Verankerungen für das Gepäcknetz. Das alles muss raus, erst dann kann der Himmel abgesenkt und heraus genommen werden. Meine größte Befürchtung ist jedoch, dass nach dem Austausch alles klappert und knarzt.

Eine Woche später meldete sich der Freundliche erneut, um einen Termin zur Abholung zu vereinbaren. Ich gab Ihnen die Adresse meiner Arbeit. Mein Wagen soll morgens abgeholt, dann repariert und bis 17 Uhr wieder gebracht werden.