Servicewüste? Scheinbar ja!

Es trug sich an einem Samstag im Oktober zu, als ein Bekannter und ich zu verschiedenen Autohäusern fuhren, um uns Autos anzuschauen. Ich war zu der Zeit damit beschäftigt, die am Markt verfügbaren Kompaktwagen zu analysieren und wollte diese teilweise auch mal in Natura sehen und mich auch mal hineinsetzen.

Die erste Station war ein Audi-Händler. Wir betraten den Verkaufsraum. Hinter dem Schalter saß eine Dame, etwas weiter im Hintergrund wuselten noch zwei weitere Kollegen rum. Andere Kunden waren zu dem Zeitpunkt nicht anwesend. Wir gingen um die Autos herum, wir setzen und hinein, wir standen vor den Autos und tauschten unsere Meinungen aus und so verging Minute um Minute. Wir gingen.

Die zweite Station war Mercedes-Händler. Wieder das gleiche Schauspiel. Beim Betreten der Verkaufsräume passierten wir die Tische der Verkäufer. Einer von Ihnen hatte gerade Kunden, ansonsten waren wir die einzigen Interessenten. Ich setzte mich in die A-Klasse, befand die Qualität der Innenausstattung als nicht so gut wie beim Golf und stieg wieder aus. Wir gingen.

Die dritte und letzte Station war ein Volkswagen-Händler. Ich brauche eigentlich nicht erwähnen, dass es hier genauso ablief wie in den vorherigen Häusern auch. Keine Begrüßung, kein „Kann ich Ihnen behilflich sein?“, kein kurzes Kopfnicken als Zeichen, dass man als Kunde wahrgenommen wurde.

Ich erwarte beim besten Willen keinen roten Teppich, wenn ich einen Laden betrete, aber wenn man sich als potentieller Käufer eines mehr als 30.0000 Euro teuren Autos unbehaglich und deplatziert fühlt, dann läuft da doch etwas verkehrt.