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iPad Air – Design vor Funktion

Nachdem das vorgestellte iPad Air durchaus meinen Geschmack triff, beschloss ich mein iPad 3 in den Ruhestand zu schicken und durch das neue, kleinere und leichtere Nachfolgemodell zu ersetzen. Alles fügte sich zusammen. Am Verkaufsstart konnte ich mein altes iPad verkaufen und somit Platz für Neues zu schaffen. Da ich jedoch in Bayern wohne und den Online-Verkauf dahingehend verpasste, dass das von mir gewünschte Modell schon eine Lieferzeit von „5 – 10 Werktage“ hatte, beschloss ich, mich am Samstag zum Apple Store zu begeben.

Kurz bevor der Laden seine Türen öffnete, reihte ich mich in die Schlange der Wartenden ein. Circa 100 bis 150 Gleichgesinnte, die vor mir standen. Es nieselte und ich vertrieb mir die Zeit mit Musikhören.

Warteschlange Apple Store München

Mitarbeiter von Apple fragten ab, welches Model man beabsichtigt zu kaufen, um daraufhin einen Gutschein für das entsprechende Modell auszuhändigen. Ab diesem Moment  war klar, dass mir das iPad Air sicher ist und ich nur noch warten musste, bis ich an die Reihe kam. Nach einer Stunde des Wartens war es dann soweit. Ein Mitarbeiter geleitete mich in den Laden und händigte mir das iPad aus.

Gutschein iPad Air

Das neue iPad Air erfüllt auf den ersten Blick alle Erwartungen. Es ist schmaler als das alte Modell, da die Ränder an den langen Seiten etwas schmaler ausgestaltet wurden. Es ist auch fühlbar leichter geworden. Die Finger ermüden nicht mehr so schnell, wenn sie das iPad umklammern, um es hoch zu halten. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls wahrnehmbar schneller. Apps, die zuvor doch einige Zeit brauchten, bis Sie geladen wurden, sind nun ruck zuck bereit. Auch die WiFi-Verbindung kam mir in mancher Situation schneller vor, wobei das natürlich von vielen Faktoren abhängen kann.

Das Design ist gefällig. Ich habe mich diesmal jedoch das erste Mal für ein weißes iPad entschieden, da es das einzige Modell ist, bei dem die Rückseite Silber ist. Bei meinem schwarzen iPhone 5 musste ich bereits feststellen, dass das anodisierte Aluminium zwar recht widerstandsfähig ist, Kratzer aber dann doch sehr auffällig sind, wenn das blanke Aluminium durchscheint. Bei der silbernen Rückseite bilde ich mir ein, dass Kratzer nicht so auffallen werden. Die Zeit wird dann zeigen, ob ich Recht behalte.

Die Tatsache, dass das iPad Air nicht nur leichter, sondern auch dünner geworden ist, scheint an einen Punkt angekommen zu sein, die ihren Tribut einfordert. Apple gibt an, dass das die Dicke des Glases vom iPad um 20% reduziert werden konnte.  Leider merkt man das auch. Fühlte sich das Tippen auf dem alten iPad noch solide und massiv an, so vermittelt das dünnere Glas des iPad Air eher das Gefühl auf einer Plastikscheibe zu tippen. Das Glas gibt spürbar nach und beim genauen Hinsehen, sieht man dass sich Reflexionen im Glas verformen, sobald man einen Finger etwas fester aufdrückt. Auch akustisch klingt das Glas nicht mehr so massiv wie früher, wodurch sich tatsächlich ein nicht so wertiger Eindruck einstellt.

Ähnliches empfinde ich auch beim Home-Button. Dieser klingt einfach anders und vermittelt bei mir keinen mehr so hochwertigen und präzisen Eindruck, wie es noch beim vorherigen iPad der Fall gewesen war.

Beim neuen Smart Case stelle ich mir die Frage, ob das neue Design funktional wirklich so gelungen ist. Beim alten Smart Cover bestand der Deckel aus vier Teilen, der zu einem stabilen Dreieck zusammengerollt werden konnte. Da sich zwei Flächen überlagerten, entstand so eine stabile Stütze für das iPad. Das neue Smart Cover und auch das Smart Case bestehen nur noch aus drei Teilen, wodurch das errichtete Dreieck nur noch halb so stabil ist. Zwar wird der Halt durch einen Magneten unterstützt, dennoch empfinde ich das funktional eher als Rückschritt. Gleiches gilt auch für den Klapp-Mechanismus des Smart Covers. Früher war dieser aufwändig in Form eines Scharnieres und aus Aluminium gefertigt. Inzwischen es das Cover aus einem Guss.

Betrachte ich die ganzen Punkte, so kommt es mir manchmal eher so vor, dass Kosteneinsparung und Gewinnmaximierung zu sehr durchschlagen und auf Kosten von Design und Funktion gehen. Dem Kunden gegenüber wird dies jedoch unter dem Deckmantel des Marketings als Innovation verkauft.

Projekt iPad Kauf

Um 8:00 Uhr beginnt der Verkauf des iPads in Deutschland. Ich beschließe, dabei zu sein und mache mich auf den Weg…

6:40 Uhr – Ich sitze im Auto und fahre Richtung Münchner Innenstadt.

6:50 Uhr – Schei..e… Ich werde in der 30er Zone geblitzt.

7:10 Uhr – Ich stelle mich an. Es sind mehr Leute da, wie ich gehofft hatte. Vor mir stehen gefühlte 500 Leute. Werden die iPads reichen?

8:00 Uhr – Die Meute jubelt als die Türen geöffnet werden.

8:45 Uhr – Die Mitarbeiter verteilen Wasser an die Wartenden.

9:00 Uhr – Ich stehe immer noch an. Noch ca. 100 Leute vor mir.

9:50 Uhr – Die erste schlechte Nachricht: Das iPad 16 GB mit 3G ist ausverkauft.

9:55 Uhr – Die Mitarbeiter erkundigen sich bereits, wer den alles das 32 GB Modell haben möchte. Oh je… der Bestand schwindet.

10:00 Uhr – Endlich! Ein Verkäufer nimmt mich in Empfang und geht mit mir in den ersten Stock.

10:15 Uhr – Ich halte das iPad mit 64 GB und 3G in meinen Händen. Dazu noch eine Hülle. Das Camera Conection Kit ist leider bereits ausverkauft. Nun ab zu Kasse.

10:25 Uhr – Geschafft. Nun gehört es mir. Voller Vorfreude mach ich mich auf den Weg… in die Arbeit.

Fazit: Es war durchaus ein Erlebnis bei so einer Kation dabei zu sein. Schlange stehen kann richtg Spaß machen, wenn man unter gleich Gesinnten ist. Dennoch, das nächste Mal wird sich gleich entschieden und online bestellt.

Blitzschlag 7 (das Finale)

Mein alter iMac wurde von TNT angeholt. Es dauerte dann exakt eine Woche, bis der Kurier wieder vor meiner Tür stand und mir meinen neuen iMac übergab.

Es ist wie an Weihnachten. Das Auspacken der Pakete macht doch am meisten Spaß. Der iMac läuft, das TimeMachine Backup konnte ohne Probleme aufgespielt werden, obwohl ich mich dafür entschlossen habe, die Gelegenheit zu nutzen und auf einer zweiten Partition ein frisches System aufzusetzen. Erst nachdem dort der gewünschte Stand hergestellt war, habe ich die alte Partition gelöscht.

Was mir bisher aufgefallen ist: Der iMac mit 3,06 GHz ist deutlich hörbarer als mein alter iMac mit 2,8 GHz – nicht störend, aber eben hörbarer. Unter Last dreht der Lüfter noch einmal richtig auf, was den Unterschied noch deutlicher macht. Die Grafikkarte (ATI Radeon HD4850) ist erfreulich performant und kitzelt noch ein paar Frames mehr aus der Kiste.

Gestern erhielt ich dann noch einen Anruf von meinem Service-Betreuer bei Apple, der sich bei mir erkundigte, ob alles in Ordnung sei, oder ob ich irgendwelche Fragen hätte.

Fazit: Nach den ganzen Problemen, die sich in Summe über 1 1/2 Monate hingezogen haben, bin ich mit dem Service von Apple sehr zufrieden. Den AppleCare Protection Plan kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen, da er sich in einem solchen Fall sehr bezahlt macht. Bei der Wahl des Service Providers sollte man sich im Vorfeld erkundigen, wie die Erfahrungen anderer sind. So findet sich sicher ein zuverlässiger und kompetenter Service Provider.

Blitzschlag 6

Einen ganzen Monat konnte ich nun wieder ohne Probleme arbeiten, bis mir ein Stromausfall einen Strich durch die Rechnung machte. Anschließend ließ sich der iMac wieder nicht mehr einschalten und zeigte die gleichen Symptome wie zuvor.

Erfahrungsgemäß konnte ich damals den Rechner wieder starten, wenn ich ihn für längere Zeit vom Netz trennte. Ich zog also das Netzkabel ab und wartete bis zum nächsten Tag. Leider verschlechterte sich der Zustand, da am nächsten Tag der iMac überhaupt kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Selbst die Diagnose-LED leuchteten nicht mehr, was sie am Abend zuvor noch taten.

Voller Frust versuchte ich den damaligen Apple-Mitarbeiter vom Support per E-Mail zu kontaktieren, doch leider war dieser nicht erreichbar. Ich rief bei der Hotline an und gelangte zu einer Kollegin, der ich meine lange Geschichte schilderte. Sie hatte ein Einsehen und bot mir nach einem letzten Fernwartungsversuch an, meinen iMac zu tauschen.

Ich erhielt ein Angebot aus der aktuellen Produktpalette, welches nicht schlechter war, als mein bisheriger iMac. Dennoch nutzte ich die Möglichkeit des „Upgrades“ und orderte das derzeit größte, verfügbare Model. Hierfür muss ich jetzt den Differenzbetrag bezahlen. Der Austausch wird derzeit veranlasst und abgewickelt. Kurz zusammengefasst passiert folgendes:

  • mein alter iMac wird abgeholt
  • sobald dieser bei Apple eingegangen ist, wird mein neuer iMac zusammengestellt und versendet

Da ich meinen alten iMac nicht anschalten kann, habe ich natürlich auch keine Möglichkeit die eingebaute Festplatte zu sichern, bzw. zu formatieren. Ich muss also der Mitarbeiterin glauben, dass Apple nach Eingang und Prüfung des iMacs die Festplatten verschrottet. Hoffen wir das Beste.