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Servicewüste? Ja und Nein!

Nachdem meine Vorstellungen von einem neuen Auto immer konkreter wurden, wollte ich mir von einem lokalen Händler ein Angebot unterbreiten lassen. Ich fuhr also nach der Arbeit zu einem der hiesigen Volkswagen-Händler und betrat den Verkaufsraum. Zwei der insgesamt vier Mitarbeiter hatten offenbar Kunden und waren beschäftigt. Die anderen beiden starrten auf ihre Bildschirme, sahen aber nicht wirklich beschäftigt aus. Ich wanderte durch den Verkaufsraum, schaute mir die ausgestellten Autos an und suchte nach Prospekten.
Ist es wirklich so, dass ich mich dem Verkäufer auf den Schoß setzen muss, damit er mich registriert?

Gerade als ich beschloss einen der Mitarbeiter aus seiner Lethargie zu reißen klingelte mein Telefon. Es war der Verkäufer einer Autohaus-Gruppe in Niederbayern, bei dem wir bereits zwei Autos gekauft hatten und den ich auch in Sachen Golf GTI kontaktiert hatte. Er teilte mir mit, dass er nochmal mit seinem Chef gesprochen und alles durchgerechnet hat und er mir ein Angebot unterbreiten will.

Ergebnis: Das Angebot war gut. So gut, dass ich auf dem Hacken umdrehte und den Laden verließ. Selbst wenn das Angebot dort noch besser gewesen wäre, so hätte ich den Wagen trotzdem in Niederbayern gekauft. Und ich als Widerholungstäter kann es beurteilen: Bei denen macht Autokaufen Spaß.

Auf die Auswahl kommt es an

„Darf’s ein bisschen mehr sein?“ So, oder ähnlich kommt man sich vor, wenn man sich durch die Online-Konfiguratoren der Autohersteller klickt. Das Modell und die Ausstattungslinie sind schnell ausgewählt, dann kommt die Motoren- und Getriebepalette mit den Benzin- und Dieselaggregaten, gefolgt von der Auswahl für Farbe, Felgen und Innenausstattung. Gekrönt wird das Ganze durch die die Sonderausstattung, die zum Teil nur in bestimmten Kombinationen auswählbar ist, oder eben nicht mit bestimmten Elementen kombiniert werden kann.

Beim Zusammenklicken finden dann schnell Dinge ihren Platz in der Ausstattungsliste, die man aufgrund des relativ günstigen Preises noch schnell „mitnimmt“. Am Ende macht dann aber auch das sprichwörtliche Kleinvieh Mist und der Endpreis des Wunschautos ist viel höher als erhofft. Also noch einmal von vorne und die Sache mit Vernunft und Verstand angehen. Mist, schon wieder so teuer.

Ich für meinen Teil muss gestehen, dass die Vernunft verloren hat. Mein Wunschfahrzeug hat bis auf die 19-Zoll-Sommerräder, die Seitenairbags hinten und die Anhängerkupplung alles drin, was die Ausstattungsliste hergab. Ein Stück weit habe ich aber in der vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass das Nachrüsten fehlender Ausstattungsmerkmale meist nicht geht, oder mit wesentlichen höheren Kosten verbunden ist.

Gebrauchtwagen oder Neuwagen?

Gut. Ein Golf GTI „Performance“ sollte es werden. Meine Suche nach einem Fahrzeug mit entsprechender Ausstattung begann wie immer auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Ein Neuwagen stand zunächst nicht zur Debatte, da der Listenpreis weit über dem von mir veranschlagten Budget lag. Alternativ konsultierte ich auch die Internetseiten verschiedener Auto-Vermittler, die mit hohen Rabatten warben.

Schnell musste ich feststellen, dass die Preise eines Gebrauchten und eines Neuwagens über einen Vermittler bei gleicher Ausstattung nicht weit auseinander liegen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich für den Mehrpreis einen Neuwagen mit 0 Null Kilometern, zwei Jahren Garantie und in meiner Wunsch-Konfiguration erhalte, rechtfertigten den Mehrpreis außerdem.

Da ich jedoch lieber einen direkten Ansprechpartner direkt vor der Haustüre habe, nahm ich mir vor, ein Angebot für meine Wunsch-Konfiguration bei meinem Händler des Vertrauens einzuholen und notfalls direkt zu fragen, ob er den Preis des Online-Vermittlers mitgehen kann.

Ich telefonierte mit meinem Händler des Vertrauens und er machte mir ein Angebot, was aber leider noch weit von meinen Vorstellungen entfernt war. Die „Online-Vermittler-Karte“ wollte ich noch nicht spielen und so nahm mich sein Angebot erst einmal mit, um darüber nachzudenken.

Die finale Entscheidung, dass es ein Neuwagen werden sollte, nahm mir der Verkäufer wenige Tage ab, als er mich erneut anrief und mir ein wirklich gutes Angebot unterbreitete.