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Abschied nehmen

Nach 4 Jahren ist es soweit – Ich nehme Abschied von meinem Polo, der mich unterm Strich doch sehr zuverlässig von A nach B brachte. Anfängliche Probleme traten später nicht mehr auf, so dass ich sagen kann, mit dem Auto zufrieden gewesen zu sein.

Meine Frau wird den Polo nun weiter fahren. Ihr alter Golf – ein Diesel ohne Rußpartikelfilter und gelber Plakette – wurde somit durch ein neueres Fahrzeug ersetzt.

Brodit hält was es verspricht

Um das Ensemble in meinem Auto zu vervollständigen, habe ich mir noch eine iPhone-Halterung von Brodit geordert. Ich hatte bisher gute Erfahrungen mit den durchdachten Halterungen und fahrzeugspezifischen Befestigungssystemen gemacht, weshalb ich auch bereit war 60 Euro für das Edel-Kunstoffteil zu berappen.

Den eigentlichen Halter gibt es in vier verschiedenen Versionen. Neben einer inaktiven Halterung stehen noch drei aktive Varianten zu Auswahl, die sich in der Verkabelung unterscheiden. Man hat die Wahl zwischen kabel- und steckerlos, kabellos oder mit Kabel für den Zigarettenanzünder. Ich entschied mich für die zweite Variante, da ich alle beliebigen iPod-Kabel daran anschließen kann.

Geliefert wird der Halter mit einem Kugelgelenk und Montageplatte sowie 4 Schrauben. Der eigentiche Halter ist mit einem samtartigen Überzug versehen, um das edle iPhone vor Abrieb und Kratzern zu schützen. Das Kugelgelenk erlaubt eine beliebige Ausrichtung des Halters mit einem Winkel  von maximal 20 Grad. Die Montageplatte besitzt insgesamt 6 Löcher zur Montage im Auto oder an einem entsprechenden Halter.

Bei der Platzierung des Halters standen für mich Erreichbarkeit beim Fahren und Rückbaubarkeit im Vordergrund. Für den Polo 9N bietet Brodit folgende Montagemöglichkeiten an:

  • Mittelkonsole unten rechts
  • Becherhalter links
  • Becherhalter rechts
  • Lüftungsschlitz mitte

Mittelkonsole unten rechts: Meiner Meinung nach zu tief und zu schlecht einzusehen. Becherhalter rechts: Konnte ich nicht verwenden, da dort eben mein Becherhalter ist und dieser meinen allmorgentlichen Kaffee halten muss. Lüftungsschlitz mitte: Zu Hoch und bei eingeschaltetem Display scheint einem dies ständig ins Gesicht. Außerdem wäre hier die Kabelführung problematisch. Becherhalter links: Hier befindet sich bei mir nur ein Blinddeckel. Von der Höhe (Halterung + Fahrzeugspezifischer Halter) kritisch, da der Platz zwischen Lenkrad/Wischerhebel eng werden könnte.

Langer Rede kurzer Sinn, ich entschied mich, auf einen passendes Befestigungssystem zu verzichten und den Halter direkt auf dem linken Blinddeckel zu verschrauben. Genau wie bei dem Mikrofon, kann ich diese Blinddeckel für geringe Beträge beim Händler nachordern und somit meine Konstruktion rückstandsfrei zurückbauen. Ich nahm also die 4 mitgelieferten Schrauben und befestigte den Halter auf dem Blinddeckel. Damit der Blinddeckel besser hält (er ist nur reingeklipst), einfach die Einrastlaschen etwas nach außen biegen, damit diese mit mehr Spannung einrasten. Zum Abschluss den Halter ausrichten das Kabel an der Seite bei der Climatronic herausführen und einstöpseln. Fertig!

Um das Display des iPhone vollständig einzusehen muss ich zwar den Kopf etwas zur Seite neigen, aber das ist schon in Ordnung. Insgesamt ist das Erscheinungsbild meines Cockpits mit „na ja“ zu bezeichnen. Das neue Radio, der Halter und das mobile Navi an der Windschutzscheibe tragen nicht wirklich zu einem aufgeräumten Erscheinungsbild bei. Vorsichtshalber werde ich schon mal neue Blinddeckel ordern. Man weiß ja nie. ;-)

Mein neues Autoradio

Mein ausgesuchtes Autoradio wurde pünktlich geliefert. Voller Vorfreude auf die anstehenden Bastelarbeiten fuhr ich nach Hause, das Paket auf dem Beifahersitz liegend.

Es ist kalt. Ich stehe in meiner Garage und packe die Montageanleitung aus. Wie um Himmels Willen kommen die auf eine solche grandiose Idee, die Montageanleitung auf ein landkartenähnliches Gebilde zu drucken? Das Ding ist im entfalteten Zustand so groß und kaum im Inneren des Auto handzuhaben. Dann der nächste Hammer: Kein gedrucktes Handbuch, sondern lediglich eine CD. Hier haben wohl die Produktdesigner ein wenig zu viel den Rotstift angesetzt. Ich soll also zum Lesen des 88-seitigen Handbuchs ständig nach oben zum Computer laufen, mir alles merken und dann wieder im Auto sitzend alles reproduzieren? Ja, ich könnte das Handbuch auch ausdrucken, aber das sehe ich erhrlichgesagt nicht ein.

Der Einbau gestaltete sich leider nicht so einfach, wie ursprünglich angenommen. Vor dem Einbau muss wohl überlegt sein, an welcher Stelle das Mikrofon montiert und wohin der USB-Anschluss verlegt werden soll. Zu allem Überfluss sind sich in Sachen Antennenanschluss Volks.wagen und Pio.neer mal wieder nicht einig. Man benötigt einen entsprechenden Adapter, den ich erst am folgenden Tag besorgen konnte.

Ich beschloss, das Mikrofon in einer der Leer-Blenden neben den den Schaltern für Sitzheitzung und Rückscheibenheizung zu versenken. Diese ist sehr nah am Radio gelegen, so dass ich das Kabel nicht quer durch das Auto verlegen muss. Ich habe hierfür ein ca. 12-15 mm großes Loch in die Mitte der Blende gebohrt. Anschließend habe ich eine Gummitülle (Anmerkung: Keine Anhnung, ob diese Teile so heißen. Ist so ein Gummiteil zum Durchführen von Kabeln) in das Loch gesteckt. Der Innendurchmesser der Tülle ist gerade so groß, dass das Mikrofon hineinpasst. Das Ganze sieht für meinen Geschmack recht gelungen aus.

Das mitgelieferte USB-Kabel habe ich in das Handschuhfach verlegt, aber noch nicht angeschlossen. Stattdessen habe ich aktuell das Kabel für das iPhone verwendet und zeitweise aus dem Ablagefach unterhalb des Radios herausgeführt. Sobald ich eine Halterung für das iPhone habe, wird sich dies aber noch einmal ändern. Die Idee ist Y-Kabel um wahlweise ein USB-Stick/Festplatte im Hanschuhfach oder das iPhone anzuschließen.

Beim Kabelbaum musste ich Dauerplus und geschaltetes Plus vertauschen, damit mein Radio nicht weiter unter Vergesslichkeit leidet. Der Einbaurahmen für das Radio ließ sich leider nicht vernünftig befestigen. Die kleine Nasen, die man normalerweise eindrücken muss, damit der Rahmen nicht mehr herausgezogen werden kann, passten leider nicht wirklich. Entweder waren die Nasen zu weit weg von irgendeinem Plastiksteg, oder sie lagen direkt darauf und konnten nicht eingedrückt werden.

Kleiner Tipp für Polo-Faher: Baut man das Bedienteil für die Climatronic aus, kommt man sehr gut von hinten an das Radio ran. So kann man sehr gut die Kabel zurechtfummeln, damit das Radio leichter in den Rahmen reinrutscht. Auch die Anschlüsse für Mikrofon und USB kann man so immer wieder problemlos erreichen.

Ein erster Test ergab: Radio geht, der Sender bleibt auch nach dem Ausschalten erhalten. Super! Weiteres und erste Eindrücke folgen dann, nachdem ich die Bedienungsanleitung auswendig gelernt habe.

50.000 km – Er läuft…!

Nachdem nun doch einige Zeit vergangen ist, möchte ich ein kurzes Update zu meinem Polo abgeben. Die letzten Kilometer hat er echt ohne Murren absolviert. Im Januar waren TÜV und Abgasuntersuchung angesagt. Bis auf die obligatorischen Mängel an den Scheibenwischern gab es nichts auszusetzen. So beschränken sich die Ausgaben im letzen halben Jahr tatsächlich auf ein Satz Scheibenwischer und einen Liter Öl. Ich kann nur hoffen, dass er weiterhin so gut läuft.