Guten Morgen

Die Nacht war halbwegs in Ordnung. Nebenan war halt das Bad und das Bett war sehr weich. Dennoch, mir hat die Unterkunft gefallen. 

Mit dem Gutschein noch schnell uns Café nebenan, um zu frühstücken. Einfach, aber ok. Mir fehlt mein Haferflocken-Müsli. 

Etappe 1 – Nürnberg bis Bamberg

 

Die erste Etappe ist geschafft. 65 km von Nürnberg Hbf bis Bamberg. Die Fahrt führe mich zunächst durch das Knoblauchland bis nach Erlangen. Dort war Kirchweih-Fest und die Straßen waren voll mit Dirndln und Lederhosen. Ein kurzes Einkehren verkniff ich mir, lagen doch noch zu viele Kilometer vor mir.

Der Radweg verläuft entlang der Regnitz bis nach Bamberg. In Kleinseebach entdeckte ich ein leines Schild mit Hinweis zu einem nahegelegenen Gasthof. Da die 30 km schon fast voll waren und der Nachmittag schon angebrochen war, beschloss ich dort Mittag zu essen. Der Landgasthof Schuh lag nur 150 m vom Radweg entfernt. Im Biergarten suchte ich mit ein Schattenplätchen unter den Bäumen.

Nach einem Teller mit Hühnerheschnetzeltem un einem Ruß’n ging es dann schließlich weiter. Der Wirt füllte mir noch meine Wasserflasche auf, dann nahm ich die verbleibenden Kilometer in Angriff.

Um kurz nach Vier erreichte ich Bamberg. Ich checkte im Bed & Bike Bamberg Mitte ein. Das Haus mit den Gästezimmern liegt absolut zentral. Ich bekam einen Gutschein für das Frühstück am nächsten Morgen, einen Zettel mit dem WLAN-Passwort und eine kurze Einweisung in den Stadtkern von Bamberg. Das Zimmer ist klein, aber gemütlich. Bad und WC sind auf dem Flur. Nach einer heißen Dusche ging ich die Stadt erkunden.

Zum Abendessen gab es einen Burger mit Salat und zwei Tannenzäpfle. Jetzt liege ich auf dem Bett und ich merke, dass ich ziemlich müde bin. Schnell noch die Sachen richten, die Beine eincremen und dann gute Nacht.

Es geht los…oder auch nicht!

Die Sachen sind gepackt. Ich frühstücke mit Alex und Till, dann mache ich mich auf zur S-Bahn. Diese kommt pünktlich. In Riem dann die Nachricht, dass die S-Bahn wegen Personen auf der Fahrbahn nicht weiterfährt. Scheiße…

Ich steige aus, ich fluche. Ich versuche, den Zug am Bahnhof zu erreichen und trete in die Pedale. Um 7:41 Uhr ist Abfahrt am Gleis 18, doch leider ohne mich. Ich bin dann nämlich erst am Odeonsplatz. 

Am Bahnhof täusche ich mein Ticket. Jetzt fahre ich über Teuchtlingen nach Nürnberg. Einmal umsteigen inklusive. 

Ich sitze im Zug. Mein Puls sinkt, die Laune steigt.